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Website-Texte für die KI-Suche: Warum genaue Angaben jetzt zählen

· von Daniel Bernhard

Gezeichneter Laptop mit einer Website auf einer leuchtenden Glasplatte, darüber ein schwebendes Suchfeld, daneben ein Bildschirm mit einem Chat, links der Titel des Artikels

Wer bei Google nach einer Ferienwohnung sucht, bekommt oft zuerst eine Antwort von einer KI. Seit dem 26. März 2025 zeigt Google die „Übersicht mit KI“ auch in Deutschland, auf Deutsch und Englisch. Dazu kommen Assistenten wie ChatGPT, die selbst im Netz suchen.

Diese Antworten entstehen aus Texten, die auf Websites stehen. Auch aus den Texten auf Ihrer Website. Deshalb lohnt es sich, sie mit den Augen einer KI zu lesen.

Wie eine KI-Suche Ihren Hof findet

Eine KI-Suche liest Websites und setzt daraus eine Antwort zusammen. Fehlt eine Angabe auf Ihrer Website, fehlt sie auch in der Antwort.

Laut Googles Anleitung für Website-Betreiber muss eine Seite im Google-Index stehen und mit einem kurzen Textauszug angezeigt werden dürfen. Wichtige Inhalte sollen als Text vorliegen, Bilder und Videos ergänzen ihn nur.

Bei ChatGPT ist es ähnlich. Laut OpenAI erscheinen Websites, die das Suchprogramm OAI-SearchBot aussperren, nicht in den Suchantworten. Ob es zugelassen ist, steht in der Datei robots.txt, einer kleinen Textdatei auf Ihrer Website.

Warum Gäste anders fragen als früher

Bei einer KI beschreiben Gäste ihren Urlaub in ganzen Sätzen. Laut Google sind die Fragen im KI-Modus der Suche fast dreimal so lang wie bei der klassischen Suche. Zum Beispiel: „Bauernhof im Allgäu mit Kühen, Ferienwohnung für vier Personen, Hund erlaubt, gut mit der Bahn erreichbar.“ Je genauer die Frage, desto genauer müssen Ihre Angaben sein.

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom vom August 2026 haben sich 19 Prozent der Urlauber bereits Unterkünfte von einer KI empfehlen lassen. Weitere 44 Prozent können sich das vorstellen. Befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.

Was eine KI mit Werbesätzen anfängt

Mit schönen Worten allein kann eine KI wenig anfangen. Sie sucht Angaben, die zu einer Frage passen. „Traumhafte Lage“ beantwortet keine Frage. „Zum Badesee sind es zehn Minuten zu Fuß“ beantwortet eine.

Auf vielen Ferienhof-Websites steht ein Satz wie „Bei uns finden Sie Erholung in herrlicher Natur.“ Vergleichen Sie das mit einem ausgedachten Hof, der es anders macht: „Unser Hof liegt am Ortsrand. Wir haben Milchkühe, zwei Ponys und Hühner. Kinder dürfen morgens beim Füttern helfen.“

Wir schätzen, dass der zweite Text besser ankommt. Eine KI kann ihn einer Suche nach einem Bauernhof mit Tieren zuordnen. Der erste Satz könnte auf jeder Website stehen und hilft deshalb bei keiner Frage weiter.

Für die KI-Suche brauchen Sie keine Tricks

Laut der Anleitung von Google gibt es für die KI-Antworten keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen. Es gelten die Grundlagen der normalen Suche. Neue maschinenlesbare Dateien oder eigene KI-Textdateien brauchen Sie nicht. Wenn Ihnen jemand ein teures Paket zur „KI-Optimierung“ anbietet, lohnt sich deshalb ein genauer Blick.

Im Mai 2025 hat John Mueller von Google weitere Hinweise gegeben: Seiten sollen auf allen Geräten gut lesbar und schnell sein, der Hauptinhalt klar zu erkennen. Dazu ein aktuelles Unternehmensprofil bei Google.

Warum die eigene Website dabei zählt

Portale beschreiben Ihre Wohnung in ihrem eigenen Raster. Auf Ihrer Website bestimmen Sie selbst, was über Ihren Hof dasteht. Sie ist die offizielle Seite Ihres Betriebs.

Google hat am 15. Oktober 2026 angekündigt, in den KI-Antworten mehr Links weiter oben zu zeigen. Außerdem testet Google einen Bereich oben in der Antwort für offizielle Websites. Für welche Länder der Test gilt, schreibt Google nicht.

Wir gehen davon aus, dass eine gepflegte eigene Website dadurch eher wichtiger wird. Wer dort wichtige Angaben weglässt, überlässt die Beschreibung des Hofs den Portalen.

So passen Sie Ihre Texte an

Sie brauchen keine neue Website, um anzufangen. Die meisten Verbesserungen sind Textarbeit, die Sie an einem Abend am Küchentisch beginnen können.

  1. Schreiben Sie die zehn Fragen auf, die Gäste Ihnen am häufigsten stellen. Typisch sind Fragen zu Hunden, zur Anreise mit der Bahn, zu Brötchen oder zum WLAN. Beantworten Sie jede auf Ihrer Website in einem schlichten Satz.
  2. Ersetzen Sie Werbewörter durch Fakten. Statt „großzügige Wohnung“ schreiben Sie die Quadratmeter, die Zahl der Schlafzimmer und die Zahl der Betten.
  3. Nennen Sie Ort und Region im Text, zum Beispiel „Der Hof liegt bei Wertach im Oberallgäu.“ So kann eine KI Sie einer Frage nach dem Allgäu zuordnen.
  4. Schreiben Sie Entfernungen konkret auf: zum Bahnhof, zum See, zum Skilift und zum nächsten Bäcker.
  5. Stellen Sie wichtige Angaben als Text auf die Seite. Eine Preisliste, die nur als Foto oder eingescannter Prospekt vorliegt, kann eine KI kaum lesen.
  6. Fragen Sie den Betreuer Ihrer Website, ob Googlebot und OAI-SearchBot in der robots.txt zugelassen sind.
  7. Halten Sie Ihr Unternehmensprofil bei Google aktuell, mit denselben Angaben wie auf der Website.

Danach können Sie selbst eine Probe machen. Fragen Sie ChatGPT oder die Google-Suche nach einer Unterkunft wie Ihrer, so wie ein Gast es tun würde. Schauen Sie, ob Ihr Hof genannt wird und ob die Angaben stimmen.

Der erste Schritt

Eine KI kann Ihren Hof nur so gut beschreiben, wie Ihre Website es tut. Nehmen Sie sich zuerst die Startseite vor. Streichen Sie jeden Satz, der genauso auf der Website des Nachbarhofs stehen könnte, und schreiben Sie an seine Stelle eine Angabe, die nur für Ihren Hof stimmt.

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